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Restaurierungsbericht

Opel Kadett A Caravan 1963

 

 

 

 

Geschichte

 

1.Inverkehrsetzung:11.September 1963 durch Strassenverkehrsamt Fribourg

 

Letzte MFK             : 18.8.1982

 

Annulliert               : bis heute nicht!!Jedoch wurden die Nr.Schilder Anfang                     1983 deponiert

 

 Dieser Kadett A war in der Fundgrueb-Zeitung inseriert.Noch an keinem Opel -Treffen hatte ich ein  Kombimodell  Caravan  gesehen .Gut,vielleicht war ich nie an den richtigen Treffen......

 

Warum mich das ganze stutzig machte,war ganz einfach:Auf unserem elterlichen Bauernhof hatten wir genau so einen.Täglich wurde damit die Kuhmilch in die Käserei geführt.Das war so um 1972 gewesen. 

 

Ein Erlebnis war noch vorhanden;meine Mutter,mein ältester Bruder Georg und ich fuhren in eine Traktorenwerkstatt um unseren Traktor aus der Reparatur zu holen.Georg hatte es wohl eilig und fuhr mit rüpelhaften Fahrstil  beim Parkplatz der Traktorenschmiede in  einen Grenzstein .Ich flog aus der Mitte des Rücksitzes direkt auf den langen Schalthebel zu.Die Vorderräder schauten beide in eine andere Richtung.Mit Hilfe einer Kette wurde die Spurstange wieder "gerichtet".  

 

Darum wohl wollte ich das Wägelchen anschauen gehen.Ich fuhr nach Estavayer-le-lac an den Neuenburger See.In einer früheren Autowerkstatt stand er da.Er sah eigentlich recht gut aus,alles war da wo es hingehörte,die Innenausstattung war absolut nicht verwohnt.Auch im Motorraum sah es ganz gut aus.Im Kofferraum entfernte ich den Bodeneinsatz.Auch dort war nur Gutes zu sehen.Alle Dokumente,wie Wartungsheft und Gebrauchsanweisung waren da.Am Schweller sowie am Unterboden sah ich schon,dass da schon recht geflickt wurde.Auch die vorderen Kotflügel hatten Rostblasen.Gut dachte ich,zumindest mabe ich doch noch mal einen gesehen...Meine Frau meinte dazu,dass das ein ganz süsses Wägelchen sei,und ob man den nicht mit einfachen Mitteln sanieren könne. Jaja,sanieren könne man den schon,meinte ich.Da keine (6 Volt) Batterie da war, konnte ich keine Probefahrt ausführen.Der Verkäufer telefonierte mir ca 3 Wochen später und sagte mir,dass er nun eine Batterie gekauft habe und ich ruhig noch eine Fahrt machen könne.Da der Verkäufer den Kadett noch für seine eigene Hochzeit brauchte,verschoben wir diesen Termin. 

 

Eine Weile später ging ich mit Schrauberkollege Matthias ,etwas Geld und mit Garagenummer wieder an den Neuenburger-See.Nun stand einer Probefahrt nichts mehr im Wege.Das Motörchen startete sofort und lief wunderbar.Auch das Getriebe schaltete sich fast von selbst.Einzig die Bremsen zogen mal nach rechts,dann wieder nach links. Auch Mättu meinte,das sei ja echt der Hammer.Kurzum,wir wurden uns handelseinig....Die stündige Heimfahrt verlief ohne Probleme.

 

Bevor ich die Arbeit aufnahm,machte ich mich mal etwas schlauer.Ersatzteilsituation und so.Ich musste feststellen,dass vor Allem Blechteile echte Mangelware sind.Aussenschweller und Endspitze sind das Einzige,war erhältlich war.Zum Glück konnte ich eine Limousine mit gesundem Boden sowie sehr gut erhaltenen Kotflügeln ergattern.Nun zerlegte ich diese und fing an Teile zu sortieren.Danach zerlegte ich auch den Kombi und entfernte die Aussenschweller.Böses kam zum Vorschein.Zum Glück konnte ich eine gute Schutzgas-Schweissanlage ausleihen bis auf Weiteres(Danke,Chrigu !!!!)Kollege Heinz war bereit, die Spengler und Schweissarbeiten zu übernehmen.

 

 

 

 

 

 

Kotflügel und Front wurden entfernt (alles Punktverschweisst!!!)

 

Die Stehwände sowie der Motorraum  sind  wirklich gut erhalten

 

 

 

 

 

 

In der Zwischenzeit überholte ich die Vorder- und die Hinterachse,ersetzte sämtliche Gummibuchsen.Auch die Bremsanlage wurde komplett erneuert.Zu guter Letzt bekamen die Teile noch einen neuen Anstrich verpasst.

 

 

 

 

 

 

Auch der Motor und das Getriebe wurden neu abgedichtet ,gereinigt und neu lackiert.

 

Diese Teile warten bereits auf den Einbau.

 

 

 

 

Damit man am Unterboden besser arbeiten kann,wurde die gestrippte Karrosserie kurzerhand zu Seite gelegt.

 

Im hinteren Bereich wurde der komplette Unterboden mit den Radhäusern blankgeschliffen und mit 2-Komponenten Epoxigrundierung  aus dem GLASURIT Farbenprogramm gestrichen.

 

 

 

 

 

 

Da wir den Fahrzeugboden sowie den Innenschweller vom Schlachtfahrzeug einschweissen wollten,wurde zuerst eine Holzschablone des Türbereichs angefertigt.

 

Danach wurde das Ganze mit hilfe eines Spannsets "zusammengezogen"

 

Schliesslich sollte ja die Türe wieder mal sauber schliessen.Heinz,der Oberschweisser,hatte diese heikle Aufgabe absolut im Griff.

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man,wie mit der Holzschablone gearbeitet wurde.Der Mitteltunnel wurde bewusst gelassen.Wir wollten das Risiko eines Verzuges in Grenzen halten.

 

 

 

 

Mittlerweile gabs den "Seitenwechsel"Nun ist die Fahrerseite dran.Hier wurde wie auf der rechten Seite mit Hilfe von Holzschablone und Spann-Set auf die Gefahr vom Verziehen der  Carrosserie geachtet.

Schön sieht er aus,der Boden.Hier der Heckbereich

Auf diesem Bild sehen Sie das hintere linke Radhaus

Fast alle Hohlräume wurden geöffnet,blank geschliffen und neu grundiert.Anschliessend werden sämtliche Hohlräume konserviert

Hier ist der Bereich von dem vorderen linken Radhaus ersichtlich

 

 

 

Unser Metallbearbeiter beim Schweissen....

Heinz am Schweissnähte verputzen mit der Flex...

 

Nun wurde die Karrosserie auf ein Baugestell gehievt.Zur Probe wurde bereits die Front wie auch der rechte Kotflügel mal drangehängt....

 

Es passt!!!!

 

Bereits wird im Innenraum die Ueberlappungen verschweisst...

Mein Job wird es sein,die geflexten Schweissnähte zu "drahtbürsteln und zu grundieren".(Spruch von Hene,auf schweizerdeutsch:drootbürschtele und grundiere..)

Mittlerweile sind die Schweissarbeiten bis auf die Front und die Kotflügel abgeschlossen.

 

 

Hier die Bilder vom Verkitten der Schweissnähte

Eine wirklich rostfreie Karrosserie !!!

Danke Hene!!!!!!!!!!

Grosser Dank an meinen Kumpel Heinz(Hene) Roschi.Gute 2 Jahre lang war er meist Mittwochabends bei mir der Schrauberhalle und machte dem  Rost den Garaus.Es entstand dabei auch eine gute Kollegschaft .Nun werden seine Projekte in den Vordergrund gestellt.Ein neuer Motor in sein Kadett C-Coupé 2.0E Rallye mit ordentlich Dampf und wieder mal steht an seinem Rekord E2 2.2i der Tüv an....

Mein Kadett A ging am 5.5. in die Malerei der Carrosserie Willi Barrer in Arch/CH
Zuerst mussten viele Beulen,die der alte Caravan über die Jahre eingefangen hat,bearbeitet werden.Ebenfalls mussten Wellen,die sich beim Schweissen ergeben hatten ausgebügelt werden
Roman Barrer,Sohn vom Chef und gelernter Spengler nahm sich zuerst der Sache an.
Danach durfte ich den fein aufgetragenen Spachtel schleiffen,was ich zuerst lernen musste.Vater und Sohn Barrer schauten mir aber auf die Finger,und korrigierten mich,wenns sein musste!
Als Nächstes durfte ich den ganzen Innenraum ausschleifen und die Klebstoffresten vom Dachhimmel mit Nitroverdünner entfernen.Wer das schon mal gemacht hat,weiss um was es geht!!!!

Als Nächstes kam Lackierer Willi Barrer ans Werk.Er füllerte den Wagen aussen und danach wurde der Innenraum und der Motorraum auslackiert.Endlich neue Farbe an dem Auto!!Das gab dem Ganzen einen Motivationsschub.


Bevor nun der Füller an der Aussenseite des Kadetts geschliffen wurde,kümmerten wir uns noch dem Unterboden,spritzten die Radhäuser mit Steinschlagschutz aus und den Unterboden mit schwarzer Unterbodenfarbe.
Willi Barrer zeigte mir,wie mann den Füller schleift.So war ich wieder beschäftigt.Mit 400er Nasschleifpapier legte ich los,und der Cheflackierer machte sich an den Feinschliff mit 1200er Nassschleifpapier.
Nun wurden alle Oeffnungen abgeklebt und die Karrosse ist bereit zum Lackieren








Im Hintergrund ist der Cheflackierer Willi Barrer zusehen,der sich demnächst der Lackierung aussen annehmen wird

Nun ist es Soweit!!!!!!!!!!
46 Jahre nach der Auslieferung aus der GM Biel/Bienne CH hat er am 29.1.2009 sein neues Farbenkleid erhalten.
Sehr schön gemacht.Gratulation und herzlichen Dank an die Carrosserie Barrer in Arch(CH)!!!







2 Tage später verliess das Kadettchen die Carrosseriewerkstatt und wurde in unsere Halle überführt
Der Omega wurde wieder als Arbeitstier eingesetzt


angekommen in der neuen Heimat


Gleich wurde die Vorderachse mit Motor und Getriebe bereitgestellt für die Montage


Auch die seltene Dachreeling wurde gleich angeschraubt


Antriebseinheit eingebaut


Gleich darauf wurde auf dem Hebelift der Auspuff,sowie die Benzin und Bremsleitungen verlegt und montiert


Nun ist auch das Kühlergrill wieder an seinem Platz


Nach und nach wurden alle Anbauteile wier montiert und am 25.3.2009 war das Prüfen auf der MFK Bellach angesagt.
Der Prüfexperte Michel Baumann war selber erfreut über das Resultat





Nach ca 45 Minuten war das Prüfprozedere erledigt.
Ohne Mängel wurde der Prüfbericht mit Veteraneneintrag ausgestellt





Berits wurden einige kleinere Ausfahrten unternommen,um den frisch restaurierten  Caravan auf seine Zuverlässigkeit zu überprüfen.Bis jetzt ohne Mängel oder sonstige Vorkommnisse!!















Auch im Innenraum kommt richtig Freude auf



Kleines Auto,grosse Klappe